Unsere Spezialität
Muskatzinen
Noch heute werden
die echten Muskatzinen nach altem Rezept nur in Dettelbach hergestellt wie vor mehr als
hundert Jahren. Sie sind seit langem weit über die Mainschleife hinaus bekannt und
Feinschmecker rühmen sie als köstliche Beigabe zu Franken. Das Café Kehl besitzt heute
die Markenrechte an den Muskatzinen. Urban Degen hieß ihr Erfinder, ein ehrbarer Meister
aus der Zunft der Zuckerbäcker. Deren gab es in der Stadt Dettelbach mehrere, denn
Wachszieher und Lebküchner hatten Tradition. Seitdem die Wallfahrt zum wundertätigen
Marienbild in Gang gekommen war, anno 1505, blühten ihrem Handwerk goldene Zeiten. Die
Backkunst der Konditoren wurde bald der vornehmste Zweig des Gewerbes und brachte gute
Umsätze. Meister Urban Degen gelang mit seinen Muskatzinen der große Wurf. Eines Tages
bot er neben althergebrachtem Zuckerwerk ein Gebäck ganz anderer Art an - ungewöhnlich
im Geschmack und in bisher unbekannter Form. Die wußten die Leute bald zu erklären:
Meister Degen schnitzte die neuen Backformen nach dem Muster der gefälteten Krawatten,
die er so gerne zu tragen pflegte.
Die Zutaten des Teiges und dessen
Zusammensetzung aber behielt er zu Lebzeiten als Geheimnis. Nur der Name verriet, was man
ohnehin schmecken konnte, daß Muskat bei der Zubereitung eine Rolle spielte. Die
Muskatzinen fanden allgemeinen Zuspruch und Urban Degen wurde ein berühmter Mann. Die
Geschichte berichtet, sogar Bayerns König habe eine besondere Vorliebe für das
Gewürzgebäck gewonnen und dem Urheber das alleinige Herstellungsrecht zugesprochen. Er
wollte indes sein Wissen nicht ins Grab mitnehmen, die Dettelbacher Muskatzinen sollten
ihn selbst überleben. Vor seinem Tode weihte er die ortsansässigen Berufskollegen in das
Geheimnis seiner Rezeptur ein, nicht ohne vorher das Versprechen abzufordern, das Original
unter den einheimischen Konditoren zu bewahren.
Seine Erben blieben diesem Gelöbnis treu
und überlieferten das Vermächtnis jeweils nur an die direkten Nachfolger. So blieben die
Muskatzinen eine Dettelbacher Spezialität. Die Patent- Rechte liegen heute bei der
Familie Dauenhauer vom Dettelbacher Café Kehl. Um die Entstehung der Muskatzinen ranken
sich freilich auch mancherlei Legenden. So habe ein Ritter aus dem Morgenland die
Erfahrung mitgebracht, daß Muskatgenuß die Nachwirkungen von reichlichem Weingenuß
dämpfe. Diese probate Medizin sei einem Dettelbacher Konditor von einem Wallfahrer
kundgeworden. Aus Versuchen in der Backstube wären schließlich die Muskatzinen
hervorgegangen.
Nach einer
dichterischen Deutung wurde dem braven Meister Urban Degen die Erleuchtung im Traum direkt
vom Himmel her eingegeben. Etwas haben beide Versionen gemeinsam:
die
Wallfahrt, der Wein und die Muskatzinen gehören zu Dettelbach wie das Amen zu diesem
Bericht.
Gerne versenden wir die Muskatzinen
auch zu Ihnen nach Hause.
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Auch heute noch werden
Muskatzinen in liebevoller Handarbeit gefertigt. |
Hier können Sie sich das Bestellformular herunterladen.
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Betriebe der Café Kehl GmbH,
Geschäftsführer Thomas Dauenhauer
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